Differenzierung (im Unterricht)

Unter Differenzierung versteht man jede Variation des Unterrichts im Hinblick auf Lernziele, Bildungsinhalte und Unterrichtsmethoden. Im pädagogischen Terminus wird unter Differenzierung allein die Ausrichtung der unterschiedlichen Maßnahmen auf die unterschiedliche Leistungsfähigkeit der Schüler verstanden.

Ziele und Inhalte der Differenzierung können einmal darin gesehen werden, dass die Schüler trotz unterschiedlicher Ausgangslage zu einem möglichst einheitlichen Niveau geführt werden. Zum anderen sollen die einzelnen Schüler im Hinblick auf ihre besonderen Fähigkeiten über das allgemeine Niveau hinaus gefördert werden. Die Mittel der Differenzierung liegen in der sachgerechten Anwendung aller im Unterricht durchzuführenden (pädagogischen, didaktischen, organisatorischen, methodischen, psychologischen und sozialen) Maßnahmen. Die Differenzierung im Unterricht kann in einen äußeren, inneren, situativen und personalen Aspekt untergliedert werden.

Die äußere Differenzierung versucht die Probleme durch die Bildung selbständiger Lerngruppen (Schulart, Klasse, Kursgruppe) zu lösen.

Die innere Differenzierung versucht das Problem im Rahmen des Klassenverbandes zu lösen, d.h. die verschiedenen Schüler werden unterschiedlich auf ihre individuelle Leistungsfähigkeit und Motivation hin unterrichtet.

Die situative Differenzierung berücksichtigt die lokalen, landschaftlichen, zeitlichen Situationen (z.B. Schule im Gebirge) durch Verschiebung und Veränderung des Lehrplans.

Die personale Differenzierung hat die größte Bedeutung. Dabei werden die Lerninhalte nach Alter, Entwicklungsstand, Reife und Begabung, Anspruchsniveau und Leistungsfähigkeit der einzelnen Schüler usw. festgelegt.