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Gesundheit

Die Bedeutung der Gesundheit wird vor allem dann bewusst, wenn sie sich merklich verschlechtert. Sicherlich ist dies auch einer der Hauptgründe dafür, warum Gesundheit häufig zunächst negativ über die Abwesenheit von Krankheit definiert und erklärt wird. Die Vorstellung der WHO (1963), dass Gesundheit ein völliges physisches, psychisches und mentales Wohlbefinden darstellt, die über die reine Abwesenheit von Krankheit hinausgeht, ist sicherlich utopisch. Es wird zunehmend die Auffassung vertreten, dass Krankheit und Gesundheit die Extrempole eines Kontinuums darstellen, zwischen denen sich der aktuelle Zustand in die eine oder andere Richtung verschieben kann. Die WHO-Definition macht jedoch deutlich, dass sich Gesundheit keineswegs auf den physische Bereich beschränkt, sondern ebenso durch psychische und soziale Komponenten bewirkt wird.

Eine Beeinflussung des Gesundheitszustandes sollte nun nicht allein über die Reduktion von negativen Faktoren (Risikofaktoren) geschehen, sondern positive Faktoren (Schutzfaktoren) sollten darüber hinaus gestärkt und gefördert werden. Welche Rolle hierbei dem Sport zukommt, soll im Folgenden geklärt werden.

Präventionssport

Der heutige Sport lässt sich ganz allgemein in den wettkampforientierten Leistungssport einerseits und den freizeitorientierten Breitesport anderersetis einteilen. Dies bedeutet nun nicht, dass das Leistungsmotiv und der Wettkampf im Breitensport keine Rolle spielen, doch ist es hier ein Motiv neben zahlreichen anderen. Bei genauerer Betrachtung lässt sich der Breitensport nun weiter unterteilen. So wird in vielen Sportvereinen das traditionelle Sportartenspektrum angeboten, wobei die Möglichkeit besteht, ein freizeitorientiertes aber dennoch wettkampfbezogenes Training zu absolvieren. Danneben bilden sich, als weitere Sparte des Breitensports, Mode- und Trendsportarten heraus, bei denen der Wettkampfgedanke in den Hintergrund tritt, und die Motive Spaß und Vergnügen im Vordergrund stehen. Neben diesen beiden Orientierungen des Breitensports hat sich jedoch noch eine weitere Sparte herauskristallisiert, die beim Sporttreiben hauptsächlich die Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit anstrebt.

Der gesundheitsorientierte Freizeitsport zielt dabei vorwiegend auf Prävention ab. Es geht also hauptsächlich darum, einerseits Faktoren zu vermeiden, die eine Verschlechterung der Gesundheit bewirken können, andererseits aber auch, den Organismus gegenüber negativen Einflüssen zu stärken. Auf den ersten Blick steht vor allem die Kompensation des zunehmenden Bewegungsmangels im Vordergrund. Gesundheitsorientierte Sportprogramme sollten daher über ein vielfältiges und abwechslungsreiches Bewegungsangebot verfügen, welches vor allem die Bereiche Ausdauer, Kräftigung und Dehnung berücksichtigt. Über diesen physischen Aspekt hinaus sollte der Sport allerdings auch eine Steigerung des psychischen und sozialen Wohlbefindens bewirken können.

Sporttherapie
Muskelatrophie:

Tritt bei verschiedenen Krankheiten auf. Man unterscheidet: Nichtbenützung eines Muskels (Inaktivitätsatrophie), Krankheiten der Muskulatur selbst (Myopathien/Muskeldystrophien) u. Erkrankungen der motorischen Nerven oder Nervenzellen im Rückenmark (Polyneuropathien, Spinale Muskelatrophien, Amyothrophe Lateralsklerose).

Inaktivitätsatrophie:

Nach längerer Schonung eines Muskels wird dieser immer weniger ernährt u. somit immer dünner. Wird er wieder trainiert, kann er den früheren Umfang u. die alte Kraft wieder erreichen.

Myopathien/Muskeldystrophien:

Dazu gehören alle Krankheiten, bei denen die Muskelfasern von einem Krankheitsprozeß betroffen sind. Bei den meisten kommt es mit fortschreitendem Verlauf zu einer deutlichen Muskelschwäche.

Polyneuropathien:

Auch wenn die motorischen Nerven verletzt werden oder erkranken, tritt Muskelschwund ein. Man spricht von einer neurogenen (nervlich verursachten) Muskelatrophie. Neben Verletzungen können auch entzündliche Nervenkrankheiten sowie erbliche u. fortschreitende Erkrankungen der motorischen Nerven zu Muskelatrophie führen.

Was kann man tun?

Medikamentöse Behandlungen liegen z.Z. nur bei einigen seltenen Myopathien vor. Bei den Muskeldystrophien und -atrophien ist eine Behandlung derzeit nicht möglich.

Sport- und Bewegungstherapie:

Hilfe zur Selbsthilfe! Die Sport- und Bewegungstherapie versucht mit Hilfe von bewegungstherapeutischen Maßnahmen, gestörte körperliche, psychische und soziale Funktionen zu kompensieren, zu regenerieren, Sekundärschäden vorzubeugen und ein gesundheitorientiertes Verhalten zu fördern. Neben den individuell notwendigen krankengymnastischen Inhalten werden in der Sport- und Bewegungstherapie zusätzlich sportliche Inhalte und Aspekte berücksichtigt. So können psychologische, pädagogische und soziale Ziele (Ermutigung, Förderung des persönlichen Engagements, Entfaltung von Freude und Entspannung, positive Beeinflussung der Stimmung und der Emotionen sowie gruppenmotivationale Aspekte) verwirklicht werden.

Muskelsportgruppe Homburg/Saar im Saarländischen Behinderten - Sportverband e.V

Wir treffen uns immer
Tag: mittwochs
Zeit: 17:45-18:30
Ort: im Gymnastiksaal der Reha med Klinik am Steinhübel 8 in 66424 Homburg/Saar

Literatur:

Amyotrophe Lateralsklerose.
von Reinhard Dengler, Albert C. Ludolph, Stephan Zierz, Jochen Karitzky (Mitarbeiter), Alfred Lindner (Mitarbeiter), Susanne Malessa (Mitarbeiter)

Broschiert - Thieme, Stuttgart
Erscheinungsdatum: 1999
ISBN: 3131275022

 

Felder, H./Fröhlich, M.: Evaluationsparameter für die Sporttherapie bei Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen. In: Krankengymnastik - Zeitschrift für Physiotherapeuten 57 (2005) 2, 254-260.

Links:

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